Und so fing alles an
Nachdem wir unser Haus fertig gebaut hatten, hat meine Frau zu mir gesagt, wir kaufen uns einen tollen lieben Hund. Von der Rasse hatte ich noch nie etwas gehört, und ich war doch einverstanden. Aber mir war nicht bewusst, was mich erwartet. Meine erste Begegnung mit einem Irish Wolfhound bei einer Züchterin hat mir allerdings die Sprache verschlagen.
Ich konnte mich nicht bewegen vor Schreck. Zwei Riesen standen auf einmal neben mir, haben mich angeschnüffelt, ihre Köpfe reichten mir bis an die Brust. Ich hatte Angst und großen Respekt. Zum Glück waren die Hunde aber freundlich; majestätische Hunde, sanfte Riesen, so hat meine Frau sie genannt.
Meine Frau hat sofort angefangen, sie zu streicheln, mit ihnen zu kuscheln und hat mit den Welpen gespielt. Ich wusste, sie hat Verstand verloren. Mein „Nein“ war deutlich genug, aber sie meinte, ich solle einfach abwarten.
Nach einer Stunde war es soweit, dass ich doch einen Welpen aussuchen sollte. Das Vertrauen zu den Hunden hatte sich verstärkt. Ich hatte keine Angst mehr.
Ich suchte einen Welpen aus, hatte aber doch noch Respekt vor der Rasse und nahm mir vor, viel über diese Art von Hund zu lernen.
Was ich zu diesem Zeitpunkt nie gedacht hätte, traf dann doch ein. Wir verliebten uns so in den Hund, dass wir sogar mit der Zucht begannen. Nach dem unsere Hündin Welpen bekommen hatte, haben wir eine weitere Hündin aus dem Wurf behalten. Sie hat uns auch den Charakter dieser Rasse deutlich gemacht, so gut und lieb zu jedem Lebewesen, dass es nur jeder selber erleben muss, um es zu verstehen.
Ihr Wesen hat sie wirklich allen gezeigt, auch den anderen Hunden auf Ausstellungen. Sie war Schönheitschampion, und wir waren auf sie mächtig stolz.
Nachdem unsere erste Hündin plötzlich mit 9,9 Jahren gestorben war, veränderte sich auch ihre Tochter, unsere zweite Hündin. Trotz der Tatsache, dass sie nicht allein war, dass sie einen neuen Kameraden hatte, mit dem sie spielen konnte, ist sie 1,3 Jahre später auch gestorben, mit gerade mal 7,8 Jahren. Leider haben wir von ihr keinen Nachkommen behalten. Wir waren vor Trauer alle sehr mitgenommen, bis heute vermissen wir die beiden sehr. Sie haben uns gelehrt, die Ruhe zu bewahren, und genau das ist der wahre Charakter des sanften Riesen.
Das ist wirklich der König der Hunde!
Wie im alten Buch geschrieben, möchten wir Ihnen gern einen Hund reichen, der bei den Königen an der Tafel sitzen durfte. Bei Ihnen auch?
Ihr Irish Wolfhound Zwinger „Von der Kressenhöhle“Familie Thunich